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„Islamic State“ Fuck You! – Veranstaltungen zur Terror-Bewegung „Islamischer Staat“

is_va_bannerVeranstaltungen zur Terror-Bewegung „Islamischer Staat“

Info-Veranstaltung: „Islamischer Staat“ – Ideologie, Entstehung & Politik der neuen Terror-Bewegung
Mo, 06.10.2014 | 19:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)
Referent*innen:
Atilla Steinberger, Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin

Saudi-Arabien: Die saudische Roll-Back-Politik
Di, 07.10.2014 | 19:00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)
Referent: Atilla Steinberger

Material: [Flyer] | [Banner]
Nachbereitung: Mitschnitt – IS-Veranstaltung

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Unterstützt durch:
Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin

Ankündigungstexte:

Info-Veranstaltung: „Islamischer Staat“ – Ideologie, Entstehung & Politik der neuen Terror-Bewegung
Mo, 06.10.2014 | 19:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)
Referent*innen:
Atilla Steinberger, Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin

Mit den Schreckensmeldungen über die Massaker an der ezidischen Minderheit in Sengal (Nordirak) setzte auch hierzulande eine intensive Berichterstattung über die fundamentalistische Bewegung “Islamischer Staat” (IS) ein.
Durch freiwillige Dschihadisten aus aller Welt, so wie politische und finanzielle Unterstützung, konnte sich der IS in kürzester Zeit explosionsartig ausweiten und beherrscht mittlerweile ein Gebiet, das sich von Teilen Syriens bis in den Irak hinein erstreckt. Auf seinem Feldzug für ein Länderübergreifendes Kalifat verrichtet der IS im arabischen Raum derzeit ein unbeschreibliches Blutbad. Wer sich weigert, zum Islam – im Verständnis des IS – zu konvertieren, wird exekutiert, Leichenteile werden zur Abschreckung öffentlich ausgestellt. Plünderungen, Enthauptungen und Massenvergewaltigung werden von den Imamen des IS als religiös erlaubt legitimiert.
Die einzigen, die bisher gegen die Massaker an den Ezid*innen eingriffen und sich den Mörderbanden des IS in den Weg stellten, waren die kurdische Guerilla der PKK, sowie die YPG und deren Frauen-Organisation YPJ. „Die Dschihadisten hassen es, gegen Frauen zu kämpfen, da sie denken, sie kämen nicht in den Himmel, wenn sie von einer Frau getötet werden“, so eine PKK-Kämpferin gegenüber dem Wall Street Journal.
Die westlichen und regionalen Staaten haben ein Monster geschaffen, indem sie seit Jahrzehnten islamistische Kräfte unterstützen, um antikapitalistische und demokratische Alternativen zu verhindern bzw. um Regimes zu stürzen, die sich ihnen nicht vorbehaltlos unterordnen wollen.
Die Plötzlichkeit und Massivität, mit der der IS in Erscheinung trat, machte viele stutzig. Die Fragen “Woher kommen die auf einmal?”, “Wer sind die?” beantwortet eine genauere Betrachtung der Interessenpolitik von USA und NATO. Über eben jene Verstrickungen, die Entstehung des IS und den Widerstand gegen die Dschihadisten wollen wir zusammen mit Atilla Steinberger und dem Kurdistan Soli-Komitee Berlin informieren.



Saudi-Arabien: Die saudische Roll-Back-Politik

Di, 07.10.2014 | 19:00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)
Referent: Atilla Steinberger

An beinahe jedem Konflikt im Nahen Osten ist die saudische Königsfamilie beteiligt. Ihre größte Furcht ist dabei der Sturz ihres eigenen Petrodollar-Regimes, weswegen sie seit Jahrzehnten gegen jeden Umsturz im Nahen Osten vorgeht. Ideologisch sichern sich die Saudis mit ihrer wahhabitischen Ideologie ab, womit sie ihre eigene Form von sozialer Kontrolle fest in der Gesellschaft verankern möchten. Mit zig Milliarden Dollar unterstützen sie außerdem islamistische Gruppen und Bildungseinrichtungen in anderen Ländern, um dort für Instabilitäten zu sorgen. So fördern sie eine Trennung der Gesellschaft zwischen vermeintlich “guten Moslems” und „Ungläubigen“, worunter Linke, Liberale, ethnische und religiöse Minderheiten zählen. Diese Strategie geht aktuell besonders im Irak auf, wo radikalisierte Islamisten Gewalt gegen Schiit*innen, Kurd*innen und verschiedene Minderheiten ausüben. Die Blutspur des saudischen Terrorstaates zieht sich über den ersten Afghanistankonflikt (1979-1989) zum Afghanischen Bürgerkrieg (1989–2001) und der anschließenden Militärintervention der USA im Jahre 2001, bis hin zu den aktuellen bewaffneten Auseinandersetzungen in Syrien und dem Irak. Stets spielte der wahhabitische Terrorpate sein doppeltes Spiel zwischen der Rolle des treuen Verbündeten der westlichen Wertegemeinschaft, bei gleichzeitiger Unterstützung islamistischer Mordkommandos. Der saudische Anspruch auf Führung über Araber*innen oder Moslems hat nichts mit Kooperation zur Vermehrung von Wohlstand oder Lebensqualität zu tun, sondern allein mit Sicherheitsbedenken, was sich z.B. im Golfkooperationsrat zeigt.
Da die saudische Außenpolitik in Debatten zum Nahen Osten kaum beleuchtet wird, geht der Referent Attila Steinberger auf ihre historischen und strukturellen Grundlagen ein.


 

Solidarität mit Rojava!
Spendenaufruf für die Verteidigung der Demokratischen Autonomie
North East Antifa (Sept. 2014) | hier lesen


Veranstaltung zum IS: anhören (Mixfcloud)

IS-Infoveranstaltung vom 6.10.2014 by Antifa Nordost on Mixcloud

Aufruf: lesen (ISSUU)

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