8mm for future – Filme aus der Hausbesetzer*innenszene der 1980er Jahre
Film:
Di, 25.02.2020 | 20:00 Uhr | Projektraum H48 (Hermannstraße 48 / Neukölln)
Veranstalter*innen: FSI Geschichte FU Berlin
Das Histo-Kino zeigt im Februar Filmaufnahmen aus der Hausbesetzer*innen-Bewegung der 80er Jahre:
Ob Neukölln, Schöneberg, Wedding oder Charlottenburg, selbst in Zehlendorf und allen voran natürlich Kreuzberg 36 – in ganz West-Berlin waren im Sommer 1981 ca. 170 Häuser besetzt. Der Hauptanlass war der Protest gegen die Abrisspläne des Berliner Senats sowie ein geplanter Autobahnbau. Jedoch auch Staat und Reaktion formierten sich. Innensenator Lummer und Polizeipräsident Hübner verkündeten eine neue Repressionstaktik – bis heue als „Berliner Linie“ bekannt. BZ und Bild untermalten dies mit der Forderung nach der „Zerschlagung“ der Besetzer*innen-Bewegung. Bei einem Großeinsatz im September 1981 sollte diese Zerschlagung umgesetzt werden. Unter nebulösen Umständen kam es zum Tod des Hausbesetzers Klaus-Jürgen Rattay. Viele der nicht-geräumten Häuser wurden in der folgenden Zeit – in der Szene hoch umstritten – legalisiert.
In der öffentlichen Erinnerung, sofern eine solche überhaupt stattfindet, sind von Presse und Polizei aufgenommene Filmaufnahmen zu sehen. Jedoch wurden auch innerhalb der Bewegung bis heute unveröffentlichte Super8-Aufnahmen getätigt, von denen wir uns einige – im Beisein des Filmemachers – gemeinsam ansehen wollen. Die Veranstaltung wird auf Deutsch gehalten.






























